The fate of democracy

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Obama und die Blogger

July 23rd, 2009 by Sassan

Das die Blogger und das Internet als solches (entschuldigt die Verallgemeinerung) zum Wahlerfolg von US-Präsident Barack Obama beigetragen haben, wenn nicht sogar erst möglich gemacht haben ist eine mittlerweile ziemlich gesicherte These. Wohl auf diesen Erfolg zurückgreifend hat Obama nun im Rahmen seiner Lobbyarbeit eine Reihe von liberalen Bloggern eingeladen, um Sie um Ihre Unterstützung zu bitten die Werbetrommel für seine geplante Gesundheitsreform zu rühren. Dies war bereits vor einigen Tagen auf süddeutsche.de zu lesen. Im Artikel heißt es: ” “Ihr könnt die Sache besser vermitteln, als sonst jemand”, sagte Barack Obama an diesem Montag in einem von ihm initiierten Konferenzgespräch mit einer ausgewählten Gruppe von liberalen Bloggern.”

Ich persönlich finde diesen Vorhaben ja etwas seltsam. Da werden also blogger, die ja im Sinne de citizen journalism tatsächlich sowas wie die vierte Gewalt im Staate darstellen können in die Lobbyarbeit der Regierung eingebunden. Das ist ein klein wenig so, als ob das Bundesministerium für Umwelt Greenpeace bittet seine Kampagne zum Schutz des Regenwaldes durchzuführen. Was mich aber noch mehr erstaunt ist die Tatsache dass Obama unumwunden zugibt es offentsichtlich nicht am besten selbst vermitteln zu können.

Sollten also Blogger, wenn Sie denn in der Sache zustimmen, sich für solche Aktionen einspannen lassen? Und wenn ja, riskieren Sie dabei nicht ihre Unabhängigkeit zu verlieren. Und dürfen Sie dann trotzdem noch kritisch zur Sache Stellung nehmen? Um Antwort wird gebeten :)

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