…and your colleagues for that matter…
würde ich ergänzen, aber dazu später mehr. Es geht also darum wie man Social Media im eigenen Unternehmen bzw. in der eigenen Organisation einbringt und Vorgesetzte davon überzeugt das diese eine gute Idee ist. Die Ideen, Ansätze und Erfahrungen die ich hier einbringe kommen zum Teil von Diskussionen und Vorträgen aus der Social Bar in Berlin, zum Teil aus Diskussionen mit Kolleginnen und Kollegen und Vorgesetzten.
Zunächst einmal lässt sich feststellen dass Social Media mittlerweile bei den meisten Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern auf die eine oder andere Weise „angekommen“ ist. Hier bleibt jedoch unklar was genau von diesen Personen unter Social Media verstanden wird. Aus meiner Sicht gibt es hier zwei Optionen. Entweder besteht ein relatives gutes Verständnis darüber was Social Media ist und eventuell sogar was es „kann“. Alternativ ist das Verständnis darüber sehr gering bis gar nicht vorhanden.
Aus meiner Sicht ist Social Media zunächst ein Kommunikationswerkzeug unter vielen. Es nimmt jedoch insofern eine primus iter pares Position ein da die Vernetzung mit anderen Kommunikationsteilnehmenden hier reziprok stattfindet und auch gewünscht ist. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Kanälen und Netzwerken die unter „Social Media“ fallen so dass eine Entscheidung „für“ Social Media nicht nur das ob sondern auch das wo beinhaltet. In einem dritten Entscheidungsschritt muss dann über das was und wie gesprochen werden. Was soll vermittelt / gemacht werden (Inhalte, Positionen, Kommunikation mit Kunden) und wie soll das geschehen. Bevor eine solche Analyse aber stattfindet müssen jedoch Entscheidungsträger von der Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit von Social Media überzeugt werden. Wie also kann das erreicht werden?
Ich habe bereits gesagt das Social Media ein Werkzeug ist. Ich muss also erstmal feststellen was genau repariert beziehungsweise gebaut werden soll. Ich benötige also eine Ist-Analyse meiner Organisation. Es ist also eine ausführliche Analyse der aktuellen Kommunikationsstrategie vorgenommen werden. Dies kann mit den üblichen Analyseverfahren durchgeführt werden. Sind die Probleme oder Bereiche zur Verbesserung von Kommunikation bekannt geht es in die nächste Phase.
Nun geht es in einer zweiten Analyse darum zu überlegen welche der vorhanden Social Media Plattformen das analysierte Problem lösen. Während die erste Phase mit den Entscheidungsträgern gemeinsam vorgenommen werden muss, ist diese zweite Analyse die Aufgabe des Social Media Experten. Es ist wichtig anzuerkennen, dass das Ergebnis einer solchen Analyse sein kann das Social Media gar nicht die Lösung der im ersten Schritt analysierten Probleme darstellt. Die Analyse muss also auf jeden Fall Ergebnisoffen durchgeführt werden.
In einem dritten Schritt muss nun den Entscheidungsträger die Synopse aus beiden Analyseschritten präsentiert werden. Hierbei wird dann deutlich dass bestimmte ausgewählte Social Media Werkzeuge vorher analysierte Probleme lösen können.
Hierbei sind meiner Ansicht nach folgende Punkte wichtig und zu klären.
1) Welche Ressourcen stehen zur Verfügung für die Implementation und Pflege der Social Media Aktivitäten?
2) Welche Abteilung ist hierfür Verantwortlich (Marketing, PR, Assistenz der Geschäftsführung)
3) Sind es mehrere Abteilungen, dann ist zu klären wer hier federführend ist beziehungsweise welche Koordinationsmechanismen eingeführt werden (müssen).
4) Wie wird Social Media in die vorhandene Kommunikationsstrategie eingebettet?
5) Inwieweit sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenfalls im Bereich Social Media aktiv werden und wie ist damit umzugehen (Stichwort: Social Media Policy).
Abschließend ein Satz zu den eingangs erwähnten Kolleginnen und Kollegen. Sind die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger überzeugt reicht dies meiner Erfahrung nach nicht aus. Auch Kolleginnen und Kollegen müssen überzeugt sein dass es sich hierbei nicht um eine Mode Erscheinung oder eine Sache der IT Abteilung handelt sondern es gleichwertig zu anderen Kommunikationskanälen stehen muss. Ansonsten steht man als change agent alleine auf weiter Flur.
Tags: 3 Comments