The fate of democracy

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How to educate your boss to social media…

September 28th, 2010 by Sassan
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…and your colleagues for that matter…

würde ich ergänzen, aber dazu später mehr. Es geht also darum wie man Social Media im eigenen Unternehmen bzw. in der eigenen Organisation einbringt und Vorgesetzte davon überzeugt das diese eine gute Idee ist. Die Ideen, Ansätze und Erfahrungen die ich hier einbringe kommen zum Teil von Diskussionen und Vorträgen aus der Social Bar in Berlin, zum Teil aus Diskussionen mit Kolleginnen und Kollegen und Vorgesetzten.

Zunächst einmal lässt sich feststellen dass Social Media mittlerweile bei den meisten Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern auf die eine oder andere Weise „angekommen“ ist. Hier bleibt jedoch unklar was genau von diesen Personen unter Social Media verstanden wird. Aus meiner Sicht gibt es hier zwei Optionen. Entweder besteht ein relatives gutes Verständnis darüber was Social Media ist und eventuell sogar was es „kann“. Alternativ ist das Verständnis darüber sehr gering bis gar nicht vorhanden.

Aus meiner Sicht ist Social Media zunächst ein Kommunikationswerkzeug unter vielen. Es nimmt jedoch insofern eine primus iter pares Position ein da die Vernetzung mit anderen Kommunikationsteilnehmenden hier reziprok stattfindet und auch gewünscht ist. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Kanälen und Netzwerken die unter „Social Media“ fallen so dass eine Entscheidung „für“ Social Media nicht nur das ob sondern auch das wo beinhaltet. In einem dritten Entscheidungsschritt muss dann über das was und wie gesprochen werden. Was soll vermittelt / gemacht werden (Inhalte, Positionen, Kommunikation mit Kunden) und wie soll das geschehen. Bevor eine solche Analyse aber stattfindet müssen jedoch Entscheidungsträger von der Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit von Social Media überzeugt werden. Wie also kann das erreicht werden?

Ich habe bereits gesagt das Social Media ein Werkzeug ist. Ich muss also erstmal feststellen was genau repariert beziehungsweise gebaut werden soll. Ich benötige also eine Ist-Analyse meiner Organisation. Es ist also eine ausführliche Analyse der aktuellen Kommunikationsstrategie vorgenommen werden. Dies kann mit den üblichen Analyseverfahren durchgeführt werden. Sind die Probleme oder Bereiche zur Verbesserung von Kommunikation bekannt geht es in die nächste Phase.

Nun geht es in einer zweiten Analyse darum zu überlegen welche der vorhanden Social Media Plattformen das analysierte Problem lösen. Während die erste Phase mit den Entscheidungsträgern gemeinsam vorgenommen werden muss, ist diese zweite Analyse die Aufgabe des Social Media Experten. Es ist wichtig anzuerkennen, dass das Ergebnis einer solchen Analyse sein kann das Social Media gar nicht die Lösung der im ersten Schritt analysierten Probleme darstellt. Die Analyse muss also auf jeden Fall Ergebnisoffen durchgeführt werden.

In einem dritten Schritt muss nun den Entscheidungsträger die Synopse aus beiden Analyseschritten präsentiert werden. Hierbei wird dann deutlich dass bestimmte ausgewählte Social Media Werkzeuge vorher analysierte Probleme lösen können.

Hierbei sind meiner Ansicht nach folgende Punkte wichtig und zu klären.

1) Welche Ressourcen stehen zur Verfügung für die Implementation und Pflege der Social Media Aktivitäten?
2) Welche Abteilung ist hierfür Verantwortlich (Marketing, PR, Assistenz der Geschäftsführung)
3) Sind es mehrere Abteilungen, dann ist zu klären wer hier federführend ist beziehungsweise welche Koordinationsmechanismen eingeführt werden (müssen).
4) Wie wird Social Media in die vorhandene Kommunikationsstrategie eingebettet?
5) Inwieweit sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenfalls im Bereich Social Media aktiv werden und wie ist damit umzugehen (Stichwort: Social Media Policy).

Abschließend ein Satz zu den eingangs erwähnten Kolleginnen und Kollegen. Sind die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger überzeugt reicht dies meiner Erfahrung nach nicht aus. Auch Kolleginnen und Kollegen müssen überzeugt sein dass es sich hierbei nicht um eine Mode Erscheinung oder eine Sache der IT Abteilung handelt sondern es gleichwertig zu anderen Kommunikationskanälen stehen muss. Ansonsten steht man als change agent alleine auf weiter Flur.

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Abgebrannt wir helfen!

July 16th, 2010 by Sassan
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Gestern habe ich über twitter (http://www.twitter.com/frauenfuss) von einem Hausbrand erfahren. Eine Familie hat fast ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Hier kann man sicher darüber informieren: http://www.abgebrannt-wir-helfen.de und gleich etwas gutes tun und spenden.

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Procrastination

June 11th, 2010 by Sassan
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Ok, here is the deal. I should be doing a lot right now. I should be reading a paper on the Kadi case. Actually more than one paper. I should be preparing my presentation for the 21st of June about “Constitutional Rights Protection In The International Order” and I also could / should work on my paper I am planing to hand in for publication based on my MA Thesis about R2P.

Well, I don’t. I fiddled around with my blog half the day, went to the canteen with friends today for lunch (I am at my old university in Osnabrück right now), did the dishes in my mates apartment so he can focus on his paper about the sociology of elites.

And for your (and my) entertainment. Have a look at this video called “Tales Of Mere Existence”

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Radikaler Pragmatismus

August 11th, 2009 by Sassan
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Ich habe gerade einen spannenden Artikel auf ZEIT.de gelesen (der sich hier findet). Die These die der Artikel formuliert ist, dass die heutige Studentengeneration (also meine Generation) auch radikal ist, aber eben nicht ideologisch-radikal, sondern pragmatisch radikal. Beispiele wie die Freundschaften zwischen “linken” und “burschenschaftlern” in Marburger Studentenkreisen oder aber politische Freundschaften zwischen Claudia Roth und Günter Beckstein, Anna Lürmann und Jens Spahn (CSU / CDU vs Grüne) werden genannt. Auch die Philosophie muss drann glauben, die “Ideologen” verstauben in den Regeln, en vogue sind die Pragmatiker, so so…und das sollen wir, also auch ich, radikal vertreten. Ein paar Gedanken dazu…

Ich glaube wir sind weniger ideologisch geworden im Sinne eines, “ja, wir können über sehr viel diskutieren”, ich kann beispielsweise sehr gut und sehr gerne mit einem FDPler über Steuerpolitik streiten und ihm in Bürgerrechtsfragen zustimmen. Aber am Ende des Tages ist es nur eine Debatte, vielleicht entsteht ein Kompromiss, eine gemeinsame Ansicht formulieren wir da nicht.

Pragmatisch würde ich dass auch nicht nennen, was wir da tun. Wir haben unsere politischen Forderungen die wir für richtig halten, aber einig sind “wir” uns da schon mal garnicht. Was sich vielleicht geändert hat ist die Streitkultur, der Umgang miteinander. Und, was sich nocht geändert hat ist die Deutlichkeit in der man Konfliktlinien erkennt. Die sind vielleicht für einen aus unserer Elterngeneration nicht mehr so leicht zu erkennen, früher war man halt links oder rechts, adenauer oder ho-chi-min. Stimmt, dass ist heute nicht mehr so, ob uns das pragamtischer macht? Ich glaube es nicht.

Aber zurück zur Streitkultur, und ich glaube hier hat das Internet eine ganze Menge einfluss. Gäbe es nicht Twitter, Facebook, StudiVZ, Blogs und Foren, ich glaube viele Meinungen würden gar nicht aufeinandertreffen. Viele Gespräche würden nicht stattfinden, viele Argumente nicht ausgetauscht werden. Ich muss nicht auf eine CDU Versammlung oder in das Büro der Grünen um etwas über Positionen und Inhalte zu lernen, ich kann, ganz entspannt, von zu Hause aus, und relativ anonym mir diese Inhalte anschauen, mit wildfremden Menschen diskutieren, irgendwelche Kommentare auf irgendwelche Artikel schreiben (so wie diesen hier), ohne dass ich gleich in eine ideologische Schublade gesteckt werde, ohne dass mich gleich jemand schräg von der Seite anguckt. Das führt beim Beobachter vielleicht zum Eindruck, dass wir pragmatischer sind und das dann radikal vertreten. Ich glaube der Eindruck täuscht.

Ich glaube, dass wir mit dem Internet ein Werkzeug bekommen haben dass es uns ermöglicht freier, im gleichberechtigen Diskurs, Meinungen auszuloten, und dabei unsere eigenen Ansichten zu festigen. An etwas zu glauben ist einfach nicht mehr mein Ding, Ich habe vielmehr eine konkrete Vorstellung davon, wie etwas sein soll und ich kenne sehr wohl die Schwierigkeiten bei der Umsetzung. Gut gut, das mag man jetzt Pragmatismus nennen, nur damit man eine “Ideologie” hat, an die wir, also auch ich, “glauben”. Wenn es denn unserer Elterngeneration hilft uns besser zu verstehen, bitte, nennt unseren Ansichten, unsere Bereitschaft zum Herrschaftsfreien Diskurs und unsere realpolitischen Forderungen Ideologien, wenn es um Kritik geht auch mal “gestrig” oder “unvernünftig”, ich dagegen bin ja immer schon ein Freund davon gewesen, dinge beim Namen zu nennen. Wie wäre es mit “gesunder Menschenverstand”?

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